»Das ist das
   einzig Wahre.«

Elo Tammsalu | Sängerin

Rappresentatione di Anima e di Corpo | Emilio de Cavalieri | 2008
Hauptpfarrkirche St. Paul Aachen

Archiv | Specials 2014

1. Brigitte-Kempen-Wettbewerb | 21. + 22. November
Förderverein der Musikhochschule in Aachen e.V.

Der neue Wettbewerb für Studierende der Musikhochschule am Standort Aachen

Zum ersten Mal richtete der Förderverein der Musikhochschule in Aachen e.V. den Brigitte-Kempen-Wettbewerb für Studierende der HFMT Köln | Standort Aachen aus. Er wird künftig jährlich an einem Wochenende im November stattfinden. Der Adressatenkreis wird jährlich wechseln. 2014 wurde der Wettbewerb für Studierende der Streicherklassen der Musikhochschule ausgeschrieben. Vergeben wurden Preise in zwei Kategorien: 1. Violine | 2. Viola, Violoncello, Kontrabass.

Die ersten Preisträger in jeder Kategorie – Magdalena Wolf, Violoncello und Ye Gyeong Lim, Violine – erhielten jeweils 1.000 Euro, der zweite Preis war mit 500 Euro, der dritte Preis mit 250 Euro dotiert. Ein Zusatzpreis von 500 Euro stand für die beste Klavierbegleitung zur Verfügung. Für eine außergewöhnliche Leistung im Wettbewerb finanziert der Förderverein der Musikhochschule in Aachen e.V. eine CD-Produktion. Die Wettbewerbsvorspiele waren ebenso öffentlich wie das Abschlusskonzert mit Preisverleihung im Rahmen des Cäcilienkonzertes des Fördervereins im Konzertsaal der Musikhochschule in Aachen am 23. November.

Der Preis ist benannt nach der 2013 verstorbenen Aachener Journalistin Brigitte Kempen, die das musikalische Leben in Aachen über viele Jahre mit Leidenschaft und Kenntnis begleitet hat. Die Förderung junger Musiktalente war ihr ein wichtiges Anliegen, so dass die Familie Kempen den Vorschlag des Fördervereins, einen Preis für junge Musiker an der Musikhochschule in Aachen nach Brigitte Kempen zu benennen, sofort und mit großer Freude angenommen und unterstützt hat. Mehr Informationen zum Brigitte-Kempen-Wettbewerb als ƒ PDF

Bericht in der Aachener Zeitung | 25.11.2014 ƒ Presselink

aix_piano | Auftakt 2. Spielzeit mit Rainer Maria Klaas

Umrahmt von Beethovens Variationen für Klavier F-Dur und von der Klaviersonate Nr. 2 b-Moll von Sergej Rachmaninow als Finalstück spielte Rainer Maria Klaas im 1. Konzert von aix_piano am 7. November 2014 Musik von Zeitgenossen: Frank Zabel, Stephan Heucke und Ulrich Schultheiß widmeten ihre Werke für Klavier solo Rainer Maria Klaas und lassen es  sich auch nicht nehmen, am Konzertabend in der Hochschule dabei zu sein.

Rainer Maria Klaas gilt als einer der vielseitigsten Interpreten der Klavier- und Kammermusik des 19. und des 20. Jahrhunderts. Im Ruhrgebiet geboren, erhielt er seine pianistische Aus­bildung bei Detlef Kraus, Klaus Hellwig und Yara Bernette sowie in Kursen bei Gui­do Agosti, Jorge Bolet und Czeslaw Marek.
Viele Werke seines mehr als 600 Komponisten erfassenden Repertoires sind auf CD oder in Rundfunkaufnahmen dokumentiert. 2011 erschien seine Einspielung der bis dato als unspielbar geltenden 1. Klaviersonate von Stefan Heucke, 2014 die Einspielung des zweiklavierigen F-Dur-Konzerts Wq.46 von Carl Philipp Emanuel Bach mit Michael Rische.
Seit 1975 Leiter der Recklinghausener »integral::musiken«, trat Klaas 1999 als Initiator und Interpret des nordrhein-westfälischen Festivals »MM::99 – Kam­mermusik des 20. Jahrhunderts in 50 Konzerten« hervor. Für die Kulturhaupt­stadt RUHR.2010 entwarf er den 25-teiligen Zyklus »Zeit::Reise – von Mozart bis Henze«.
Klaas lehrt am studio::busoni in Recklinghausen und Dortmund.

DAS PROGRAMM AM 7.11.2014

Ludwig v. Beethoven 1770 – 1827 | Variationen F-Dur op.34 (1802)
Frank Zabel *1968 | …nach Traumes Wirren… (aus Entrückte Gesänge – Hommage à Schumann)
Martin Münch *1961 | Toccata festiva op.50 (2011)
Stefan Heucke *1959 | Unendliche Melodie – Melodie der Unendlichkeit, für re. Hand allein (1999) Nr. 3 der Nacht-Urnen, 5 Fantasiestücke op. 32
Ulrich Schultheiß *1956 | gameOver (2002)

Rainer Maria Klaas | Onditude cis-moll, für re. Hand allein (2008)
nach Chopins Etüde cis-Moll op. 25,7 sowie Ravels Ondine
In memoriam Jorge Bolet | Bourdonitude a-Moll (2011)
nach Chopins a-Moll-Etüden op. 10,2 u. 25,11 sowie dem Hummelflug von Rimsky-Korsakow Marc-André Hamelin gewidmet
Sergej Rachmaninow 1873 – 1943 | Sonate Nr.2 b-moll op.36 (1913)
Allegro agitato, attacca Lento, attacca

Thomas Beaujean schrieb über das Konzert in der Aachener Zeitung ƒ Presselink

aix_piano | Marc-André Hamelin
Zum Abschluss der ersten Konzertsaison

Virtuose der Emotion
(von Pierre Pavot)

Was für ein Konzert, was für ein außergewöhnlicher Pianist! »Eine Schubertiade« hätte das dritte Konzert der vom Michael Rische künstlerisch betreuten Klaviermusikreihe Aix_Piano im Konzertsaal der Musikhochschule überschrieben sein können. Denn auch das Eröffnungsstück »Andante inédit« von John Field passte mit seiner zarten, harmonisch ungewohnte Wege suchenden Melodik in den Rahmen dieses sensationellen Klavierabends von Marc-André Hamelin. Dabei war es die einzige Rarität, die der für seine Liebe zu vernachlässigtem, dabei virtuosem Repertoire bekannte Pianist präsentiert.

Schon bei diesem kurzen, Nocturne-nahen Stück deutete sich an, was diesen Klavierabend auszeichnen würde: Nicht etwas ein virtuoses Feuerwerk der Klaviermusik – für das der Name Hamelin durch seine Aufnahmen von Werken von Charles-Valentin Alkan, Franz Liszt, Alexander Skriabin oder Nikolai Medner bekannt ist – nein, vielmehr ein uneitles Klavierspiel auf musikalisch und technisch allerhöchstem Niveau, das die Musik und nicht den Interpreten in den Mittelpunkt stellt.

Im Zentrum des ersten Teils stand die Klaviersonate A-dur D. 664 aus Franz Schuberts mittlerer Schaffensperiode. Hamelin wurde den Anforderungen an die gesanglichen Linien der Themen mit seinem bis in die letzte Innenstimme abgewogenen Klavierton gerecht. Und vor der Pause gab er mit Franz Liszts sechstem Stück aus den »Soirée de Vienne« dem Klaviervirtuosen dann doch noch etwas Zucker.

Höhepunkt des Abends war aber die B-dur Sonate D, 960. Hamelin zog das Publikum vom ersten Takt an durch sein agogisch flexibles, dabei aber völlig natürliches Spiel in seinen Bann. Ihm gelang, was nur wenigen Schubert-Interpreten gegeben ist: Er spannte über alle vier Sätze einen in seiner Intensität niemals nachlassenden Bogen. Bei ihm waren es – um ein Zitat von Schumann zu gebrauchen – in der Tat »himmlische Längen«, insbesondere im ersten und zweiten Satz. Dabei wählte er teilweise sehr gemessene Grundtempi, wage sogar die Exposition des ersten Satzes zu wiederholen. Aber was heißt hier schon wiederholen. Hamelin schaffte es in diesem der »Winterreise« verwandten Satz den Ausdrucksgehalt weiter zu intensivieren,  und das Bild des einsamen Wanderers aufscheinen zu lassen. Und auch im Adagio waren es vor allem die melodischen und metrischen Bezüge zum Lied „Der Doppelgänger« aus Schuberts letztem Liederzyklus »Schwanengesang«, durch die Hamelin eine weltabgewandte, versunkene, für Schuberts Spätwerk so typische Stimmung erzeugte. Bei fast jeder Interpretation geraten dann der dritte und vierte Satz zu leichtgewichtig, erscheinen als unpassender Anhang, um die Stimmung künstlich aufzuhellen. Nicht so bei Hamelin an diesem Abend. Das Scherzo hatte fast schon sarkastischen Biss, und das abschließende Sonaten-Rondo hatte mehr den Charakter des gerade noch einmal davon gekommenen, dem Schicksal entronnen. Da war nicht der naive, vermeintlich positivistische Schubert-Ton zu hören, sondern der Ausdruck blieb gebrochen – ähnlich, wie man es aus den Sinfonien Gustav Mahlers kennt.

Mit dem berühmten dritten Impromptus aus D. 935 in B-dur als Zugabe entließ Marc-André Hamelin die Zuhörer dann mit gelöster Stimmung in den milden Sommerabend.

Der Konzertmitschnitt wurde nochmals am Samstag, 12. Juli 2014 auf ƒ WDR 3 ab 13:04 gesendet und war bis zum 1. August im WDR Konzertplayer verfügbar.

Aufführungsort: Konzertsaal der Hochschule in Aachen | 24. Juni 2014

aix_piano | Klavierabend mit Florian Noack

Nach dem großartigen Start von aix_piano im letzten Oktober mit der Pianistin Nina Tichman setzt sich die Reihe jetzt mit Florian Noack fort. Er ist damit der erste Pianist der jungen Generation, der aus unserer Hochschule hervorgeht. Derzeit studiert er in der Klasse von Prof. Jacob Leuschner an der HfMT Köln.

In seiner Heimat Belgien hat er schon reichlich für Aufmerksamkeit gesorgt, aber auch hierzulande hört man seinen Namen immer öfter. Was ihn für aix_piano so interessant macht, ist neben seinem pianistischen Können die Fähigkeit zu eigenwilligen und klug konzipierten Programmen. Dass er bei der Gelegenheit eine alte pianistische Tradition – nämlich die der Bearbeitung – wieder aufnimmt, freut uns besonders.

Programm:

Robert Schumann: Beethoven-Etüden (in Form freier Variationen)
Johannes Brahms: Acht Klavierstücke op. 76
Sergej Ljapunow: Drei Klavierstücke op. 1
Nicolai Rimsky-Korsakov / Florian Noack: Suite aus »Shéhérazade«

Aufführungsort: Konzertsaal der Hochschule in Aachen | 29. April 2014

»Mit viel Feingefühl – Mehr als ein Talent: Florian Noack bei „aix_piano“« AZ Nummer 101 vom 01.05.2014
Autor: Pedro Obiera ƒ Presselink

Weihnachtsoratorium | Teile IV – VI

Drei Konzerte in der Region gemeinsam mit Ars Cantandi

Zum Abschluss des Wintersemesters konnten nach dem großen Erfolg mit den Teilen I – III im letzten Jahr nun der zweite Teil von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in drei Konzerten aufgeführt werden. Dabei war es möglich die Solopartien an allen drei Konzerttagen mit verschiedenen Studenten zu besetzen und so das hervorragende Niveau der Gesangsklassen der Musikhochschule zu präsentieren. Ergänzt wurde das Programm durch zwei Carols von John Rutter sowie drei Equale für vier Posaunen von Ludwig van Beethoven.

Sopran: Milena Knauß, Maria Park
Alt: Eva Nesselrath, Alice Lackner, Toos van der Waal
Tenor: Robert Reichinek, Q-Wan Han
Bariton: Fabio Lesuisse

Ars Cantandi, Chor der Musikschule der Stadt Aachen
Chor der HfMT Köln | Standort Aachen
Kammerorchester der HfMT | Standort Aachen
Leitung: Prof. Herbert Görtz, Hermann Godland

In Kooperation mit den Lions-Clubs Würselen und Eschweiler Stolberg

Aufführungsorte: St. Pius, Würselen | 19. Januar 2014 | St. Johann-Baptist, Aachen-Burtscheid | 20. Januar 2014 | Aukirche St. Mariä Empfängnis, Monschau | 24. Januar 2014

»Gänsehaut-Gefühl: Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Pius X« AZ (Nord) Nummer 24 vom 29.01.2014
Autor: mabie ƒ Presselink

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